Worum geht es?

 

Der Gemeinderat hat im März 2018 beschlossen, dass im Rahmen der Gewerbestrategie der Standort Herdweg zwischen Rottenburg und Kiebingen als kernstadtnahes Gewerbegebiet weiterverfolgt werden soll.

Das Gebiet Herdweg umfasst circa 26 Hektar (=260.000 m²), die in mehreren Bauabschnitten bedarfsgerecht entwickelt werden sollen. Die einzelnen Grundstücke sollen zwischen 1.000 und 13.000 m² umfassen. An diesem Standort könnten sich zum Beispiel Handwerksbetriebe, produzierende Firmen oder Dienstleistungsunternehmen ansiedeln.

Zwischen dem Gewerbegebiet und der Ortschaft Kiebingen wird eine Grünzäsur von ca. 350 Metern festgesetzt. Außerdem gibt es mehrere Retentionsflächen und Grünflächen zur Vernetzung mit der umgebenden Landschaft. Der Streuobstgürtel in Richtung Rammert bleibt selbstverständlich erhalten. Die verkehrliche Erschließung soll so gestaltet werden, dass die Zu- und Abfahrt zum Gewerbegebiet über die B28 neu und die Südtangente L385/L370 alt (nicht durch Kiebingen) erfolgen wird.

Wie die Grundstücke genau angeordnet und gestaltet werden, ist derzeit noch nicht sicher. Auf den folgenden zwei Plänen finden Sie aktuelle Ideenskizzen zur Gestaltung des Gewerbegebietes.

Variante 1
Variante 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sofern die Bürger*innen im Rahmen des Bürgerentscheids der weiteren Entwicklung eines kernstadtnahen Gewerbegebietes im Herdweg zustimmen, muss zunächst eine Änderung des Regionalplans Neckar-Alb angestrebt werden. Anschließend folgen die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans. In diesem weiteren planungsrechtlichen Prozess, der sich über mehrere Jahre hinziehen wird, werden alle betroffenen Institutionen und Personen beteiligt. Selbstverständlich werden im Zuge des planungsrechtlichen Verfahrens auch weitere Untersuchungen durchgeführt, zum Beispiel zu den Themen Verkehr, Lärm, Natur oder Tierschutz.

Darüber hinaus möchte die Stadt Rottenburg am Neckar bei künftigen Gewerbegebieten noch mehr auf eine nachhaltige Umsetzung achten. Dafür wird demnächst ein Runder Tisch „Nachhaltige Wirtschaftspolitik“ eingerichtet, der einen Handlungsleitfaden zur Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens in der kommunalen Gewerbepolitik erarbeiten wird.