Gewerbestrategie

 

Die imakomm AKADEMIE GmbH aus Aalen hat unter Beteiligung einer Arbeitsgruppe ein Strategie- und Handlungsprogramm Wirtschaftsflächen Rottenburg am Neckar erstellt. Die Arbeitsgruppe hat sich aus folgenden Personen/Institutionen zusammengesetzt:

  • je zwei Vertreter*innen der betroffenen Ortschaften Ergenzingen, Hailfingen, Kiebingen, und Seebronn
  • je ein*e Vertreter*in der betroffenen Ortschaften Oberndorf und Wendelsheim
  • Vorsitzender der Ortsvorsteher
  • Vertreter*innen aller Fraktionen/Gruppierungen im Gemeinderat
  • Regionalverband Neckar-Alb
  • Regierungspräsidium Tübingen
  • Landratsamt Tübingen, Abteilung Landwirtschaft
  • Industrie- und Handelskammer
  • Handwerkskammer
  • Kreishandwerkerschaft
  • Handels- und Gewerbeverein Rottenburg

Das Gutachten zum Strategie- und Handlungsprogramm Wirtschaftsflächen kommt zu folgenden zentralen Ergebnissen:

  • Die derzeit noch vorhandenen Gewerbeflächen sind teilweise nicht verfügbar, können teilweise nicht entwickelt werden und befinden sich größtenteils weit außerhalb der Kernstadt.
  • In den letzten Jahren konnte nur ein geringer Anteil der vielen Anfragen nach Gewerbeflächen bedient werden.
  • Fast die Hälfte der Unternehmen planen in den nächsten 5 Jahren betriebliche Veränderungen mit einem Flächenbedarf von ungefähr 7,4 Hektar.
  • Auch qualitativ sind zukünftig Engpässe zu erwarten, da in Rottenburg aktuell weder Bürostandorte, Gewerbeparks oder Technologieparks/Gründerzentren vorhanden sind.
  • Der prognostizierte Gewerbeflächenbedarf für die nächsten 15 Jahre liegt im Mittel zwischen 30 und 35 Hektar. Dieser Bedarf besteht zusätzlich zu den bereits in den Flächennutzungs-/Bebauungsplänen ausgewiesenen Flächen.
  • Die Strategie der künftigen Gewerbeentwicklung basiert auf diesen drei Säulen: strategische Standortentwicklung, Aufbau einer Wirtschaftsförderung, Schaffung der richtigen Rahmenbedingungen.
  • Für eine strategische Standortentwicklung (Säule 1) werden folgende Potenzialflächen zur Umsetzung empfohlen:
    – Typ I (groß / regional / gut erreichbar): Ergenzingen Ost, Flugfeld Baisingen
    – Typ II (zentral / flexibel / ausreichend Platz): Herdweg
    – Typ III (innovativ / wenig störend / klein): Dätzweg / DHL
    – Typ IV (örtlich angepasst / lokale Betriebe): angepasste Entwicklung in den Ortschaften nach Bedarf
  • Zu den Aufgaben der Wirtschaftsförderung (Säule 2) gehören: Vermarktung des Standortes, Umsetzung der strategischen Entwicklung der Wirtschaftsflächen, Etablierung eines einheitlichen Ansprechpartners und Bestandspflege. Die Stelle eines/r Wirtschaftsförderers/in wurde bereits ausgeschrieben.
  • Unter die richtigen Rahmenbedingungen (Säule 3) fallen die Verbesserung von Standortfaktoren, die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte und die aktive Vermarktung des Standorts.

Strategie- und Handlungsprogramm Wirtschaftsflächen Rottenburg am Neckar

 

Auf Grundlage des Gutachtens hat der Gemeinderat der Stadt Rottenburg am Neckar in seiner Sitzung am 20.03.2018 folgende Beschlüsse gefasst:

  • Strategie- und Handlungsprogramm Wirtschaftsflächen Rottenburg am Neckar mit seinen Prioritäten, Bewertungen und Handlungsempfehlungen
  • Aufnahme des Standorts Herdweg als kernstadtnahes Gewerbegebiet in den Regionalplan
  • Aufnahme eines Gewerbegebiets am Standort Flugfeld Baisingen in den Regionalplan
  • Berücksichtigung von Aspekten der Nachhaltigkeit bei künftigen Gewerbegebieten
  • Erfassung von brachliegenden Gewerbegrundstücken
  • Aufstellung eines Konzepts für ein Anreizprogramm „Innenentwicklung gestalten für Gewerbetreibende“
  • Realisierung des Gewerbegebiets Dätzweg mit einem Gründerzentrum für innovative Jungunternehmen und Startup-Unternehmen

Gemeinderatsdrucksache 20.03.2018 2018/041

Gemeinderatsdrucksache 20.03.2018 2018/041/1

Gutachten zur Gewerbeflächenstrategie und Handlungsprogramm

Der Bürgerentscheid wendet sich gegen ein kernstadtnahes Gewerbegebiet Herdweg.