Argumente

 

Warum benötigen wir ein neues Gewerbegebiet?

Durch die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen wollen wir

  • neue wohnortnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen
  • die Auspendlerquote verringern
  • Steuereinnahmen erhöhen

Um diese Ziele zu erreichen, haben wir eine Studie beauftragt, die die Ausgangssituation analysiert, Bedarfe abgeschätzt und eine Gesamtstrategie entwickelt hat.

Wie Sie der Tabelle unten entnehmen können, hat die Stadt Rottenburg am Neckar im Vergleich mit anderen Städten deutlich unterdurchschnittliche Steuereinnahmen und kann nur für rund 22 % der Einwohner*innen einen Arbeitsplatz anbieten.

Außerdem ist in den letzten Jahren die Bevölkerung stärker gewachsen als das Arbeitsplatzangebot, wie man anhand der nächsten Grafik sieht. Blau zeigt das Bevölkerungswachstum der letzten Jahre, rot den Zuwachs an Arbeitsplätzen.

Eine Unternehmensbefragung hat ergeben, dass alleine in den kommenden 5 Jahren für die Erweiterung ortsansässiger Unternehmen ein Flächenbedarf von mindestens 7,4 ha besteht. Insgesamt ergibt sich in den nächsten 15 Jahren ein Gesamtbedarf von ca. 30 – 35 ha.

Flächen werden unter anderem benötigt für

  • Handwerksbetriebe
  • produzierendes Gewerbe
  • Dienstleistungsunternehmen

Bedarfsschwerpunkt bildet die Kernstadt.

Warum ein kernstadtnahes Gewerbegebiet?

Seit Jahren bildet insbesondere der Gewerbestandort Ergenzingen-Ost einen Schwerpunkt von Gewerbeansiedlungen in der Gesamtstadt. Die Kernstadt kann keinen Beitrag dazu leisten, weil entsprechende Flächen fehlen. Die Gewerbeentwicklung muss jedoch ausgeglichen auf Ortschaften und Kernstadt verteilt werden.

Im Bereich der Kernstadt kann die Verwaltung mangels Flächen seit Jahren keine Kaufanfragen nach Gewerbeflächen bedienen. Erweiterungen ansässiger Unternehmen und die Ansiedlung neuer Unternehmen sind innerhalb angemessener Zeit nicht realisierbar.

Dies ist nicht zuletzt für Handwerksbetriebe mit Kundenstämmen in der Kernstadt und im Raum Tübingen von Nachteil. Ausgründungen aus der Hochschule für Forstwirtschaft sind mangels verfügbarer Gewerbeflächen in der Kernstadt kaum möglich.

 

Warum Herdweg?

Der Gemeinderat hat sich insbesondere aus folgenden Gründen für den Standort Herdweg entschieden:

  • Das Gelände ist eben und damit wirtschaftlich erschließbar.
  • Verglichen mit anderen Standorten sind die erforderlichen Eingriffe in Natur und Landschaft am geringsten.
  • Das Gebiet ist gut an den ÖPNV angebunden und gut für Individualverkehr erreichbar.
  • Andere Gewerbestandorte der Kernstadt sind in der Nähe (Siebenlinden und Gewerbepark Dätzweg).
  • Kernstädtische Angebote wie Kindergärten, Schulen, Einzelhandel und Gastronomie sind zum Vorteil der Beschäftigten – insbesondere für Teilzeitkräfte – schnell erreichbar.
  • Die Nähe zu Hochschulen ermöglicht Kooperationen für interessierte Unternehmen

 

Vergleich Herdweg zu bestehenden Gewerbegebieten

Das geplante Gewerbegebiet Herdweg liegt 350 Meter entfernt vom ersten Wohnhaus der Ortschaft Kiebingen. In anderen Gewerbegebieten in der Kernstadt und den Ortschaften ist das Gewerbe deutlich näher an der Wohnbebauung.

Die roten Kreise zeigen, wie viele Wohnhäuser beim Gewerbe- und Industriegebiet Siebenlinden I innerhalb eines Radius von 350 Metern liegen.

 

Weitere Beispiele:

Ergenzingen – Gewerbepark Ergenzingen-Ost / Gewerbegebiet Höllsteig

Seebronn – Gewerbepark Wasenäcker

Oberndorf – Gewerbepark Leimengrüble

Hailfingen – Gewerbepark Etzwiesen